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(13) 28:52 Min. - Zahlen politischer NGOs in Westbank und Gaza

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(15) 31:03 Min. - Vorwürfe gegen Brot für die Welt und B'Tselem

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(23) 48:30 Min. - Bedeins Vorwürfe gegen UNRWA

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(29) 01:20:32 Std. - Angriff auf Synagogen in Sarcelles

Differenzen Dokumentation WDR-Bild

Fundstellen in der Dokumentation


Beispiele einseitiger Berichterstattung

Interne Links

brot_fdw_btselem.txt

15 - 31:03 Min. – Vorwürfe gegen Brot für die Welt und B'Tselem


Quelle: WDR

Filmtext:

Dieser Holocaustvergleich wurde Ihnen von Brot für die Welt präsentiert, denn auch die unterstützen EAPPI. Der evangelische Riese Brot für die Welt leistet sich 2015 über 5,6 Millionen Euro für Projekte in Israel und den palästinensischen Gebieten. 2012 fusionieren sie mit dem EED und gründeten damit eine neue Organisation. Brot für die Welt, Evangelischer Entwicklungsdienst.

Zwischen 2013 und 2015 überweisen sie über 800.000 Euro an B'Tselem, eine israelische NGO, die Israel Apartheid und Nazi-Methoden vorwirft. Ein hochrangiger Mitarbeiter sagt dem Journalisten Tuvia Tenenbom ins Gesicht: Dass der Holocaust eine Lüge und zudem eine Erfindung der Juden gewesen sei.

Anmerkungen dazu:

Brot für die Welt und B‘Tselem wurden nicht um Stellungnahmen gebeten. Diese wurden erst durch den WDR eingeholt bzw. nach der Veröffentlichung durch Bild.de von Brot für die Welt auf der eigenen Seite publiziert.

B´Tselem weist die gegen sie erhobenen Vorwürfe entschieden zurück.

An dieser Stelle wurde zudem Misereor aufgeführt, die mit 1,7 Millionen Euro Projekte in Israel und palästinensischen Gebieten unterstützt haben sollen. Diese Behauptung wurde nach kritischer Rückfrage von den Autoren aus dem Film geschnitten.

Nazi-Vorwürfe gegen B’Tselem sind nicht bekannt. Brot für die Welt weist darauf hin, dass die Holocaust-Leugnung ein Ausschlusskriterium für die Mitarbeit bei B’Tselem sei. Bei der Holocaust-Leugnung handelt es sich um die Aussagen eines ehemaligen Mitarbeiters von 2014, der daraufhin von B’Tselem entlassen wurde (s.u. Stellungnahme Brot für die Welt.)

B’Tselem ist eine israelische Nichtregierungsorganisation, die sich für die Zweistaatenlösung einsetzt und fordert, dass die israelische Regierung den Ausbau der Siedlungen in den besetzten Gebieten beendet.

B’Tselem protestiert darüber hinaus auch gegen Menschenrechtsverletzungen der Hamas. Auf ihrer Website sind in der Rubrik „Attacks on Israeli Civilians by Palestinians“ aktuelle Attentate und Vorfälle von Palästinern gegen Israelis dokumentiert.

B'Tselem: Attacks on Israeli civilians by Palestinians | mehr http://www.btselem.org/topic/israeli_civilians

Es gibt massive Kritik der Regierung unter Benjamin Netanyahu gegen B’Tselem und Peace Now. Netanyahu möchte den freiwilligen Zivildienst bei B’Tselem verbieten. Sowohl im Vorstand als auch im Beirat von B’Tselem sitzen prominente israelische Persönlichkeiten.

In Reaktion auf die Veröffentlichung des Filmes durch Bild.de, stellte die Organisation am 13.06.2017 folgende Stellungnahme auf ihrer Webseite ein:

„Brot für die Welt fördert Projekte in Israel. Darunter auch die israelische Menschenrechtsorganisation B’Tselem (The Israeli Information Center for Human Rights in the Occupied Territories).

Die wesentliche Prämisse für unsere Förderung von Partnerorganisationen ist die Ablehnung jeglicher Form von Gewalt und der Einsatz für eine friedliche Konfliktlösung.

Für Brot für die Welt endet jede Förderung, wenn das Existenzrecht Israels nicht anerkannt wird, zum Boykott von Waren aus Israel aufgerufen oder Antisemitismus geäußert wird. [Hervorhebung durch Redaktion]

Die BILD Zeitung erwähnt im Rahmen ihrer Berichterstattung über die Arte-Dokumentation „Antisemitismus in Europa“ auch die Rolle von Hilfsorganisationen und die Unterstützung der Organisation B’Tselem durch Brot für die Welt. In der Dokumentation wird ein Fall aus 2014 aufgegriffen, bei dem ein Mitarbeiter in einem Interview den Holocaust geleugnet hat.

Der Fall der Holocaust-Leugnung wurde von B‘Tselem sofort nach Bekanntwerden untersucht und der Mitarbeiter wurde entlassen. Die Leugnung des Holocaust ist ein Ausschlusskriterium für die Mitarbeit bei B’Tselem.

Wir sind überzeugt, dass B'Tselem die Prämissen für eine Förderung durch Brot für die Welt achtet und bei Verdacht auf Verstöße diese nach Prüfung schnell und konsequent ahndet. Deshalb setzen wir die Zusammenarbeit fort. Ziel von B’Tselem ist die Durchsetzung und Einhaltung der Menschenrechte, vor allem die Unantastbarkeit der Menschenwürde. […]“

Stellungnahme Brot für die Welt zur Berichterstattung der BILD Zeitung, 13.06.2017 | mehr https://www.brot-fuer-die-welt.de/pressemeldung/2017-stellungnahme-brot-fuer-die-welt-zur-berichterstattung-der-bild-zeitung-13062017/

Auch B’Tselem nimmt auf seiner Seite Stellung zum Film: „Lies and misrepresentation in „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“

20 June 2017

Although only one minute out of the 90 in the documentary „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ is devoted to B’Tselem, that one minute is so packed with lies that we feel compelled to respond and reject these falsehoods. First of all, the dedication to human rights by many B’Tselem staffers and supporters is bound up in their having relatives who survived – or perished in – the Holocaust. To impart false information (easily disproved by a quick Google search) and not follow the fundamental journalistic practice of asking B’Tselem to respond to such severe – albeit untrue – accusations seriously calls into question the filmmakers’ professionalism and motives.

The film, therefore, must be understood in context. Israel’s desire to endlessly perpetuate the occupation has led over the past decade to increasing attacks against groups and individuals in Israeli civil society who oppose it.

These attacks employ smear tactics and manufacture imagined „traitors“ from within, endeavoring to advance a nationalistic political agenda and to delegitimize human rights organizations by false portrayals. The charges made in the film, along with the misrepresentation of B’Tselem as a „political advocacy organization“, rather than as a Human Rights organization, are based entirely on such propaganda efforts by Israeli government affiliated pro-occupation organizations.

B’Tselem has never accused Israel of using Nazi methods. This is a despicable and slanderous lie, which even the film’s creators could not back up with any evidence. Moreover, the interview by Tuvia Tenenbom is presented in such a way as to keep viewers in the dark about the fact that the three year old entrapment effort has long been resolved.

Nowhere does the film state that B’Tselem immediately and categorically condemned the sentiments expressed, or that B’Tselem terminated the employment of the field researcher in question back in October 2014, following the incident. At best, this is sloppy, unethical journalism; at worst, a deliberate omission of relevant information designed to mislead viewers. B’Tselem – The Israeli Information Center for Human Rights in the Occupied Territories opposes the Israeli occupation which has been denying basic rights to millions of Palestinians for more than fifty years.

The work of human rights organizations such as B’Tselem is deeply grounded in principles formulated following the horrors of the Holocaust and WWII. Conflating our work with antisemitism is as outrageous as it is dangerous: it undermines the very real threat of antisemitism and other forms of racism, and it cannot be tolerated.“

B'Tselem: Lies and misrepresentation in „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ | mehr http://www.btselem.org/about_btselem/20170620_lies_and_misrepresentation_in_a_documentary


Transkription

WDR:
Dieser Holocaustvergleich wurde Ihnen von Brot für die Welt präsentiert, denn auch die unterstützen EAPPI. Der evangelische Riese Brot für die Welt leistet sich 2015 über 5,6 Millionen Euro für Projekte in Israel und den palästinensischen Gebieten. 2012 fusionieren sie mit dem EED und gründeten damit eine neue Organisation. Brot für die Welt, Evangelischer Entwicklungsdienst.

Zwischen 2013 und 2015 überweisen sie über 800.000 Euro an B'Tselem, eine israelische NGO, die Israel Apartheid und Nazi-Methoden vorwirft. Ein hochrangiger Mitarbeiter sagt dem Journalisten Tuvia Tenenbom ins Gesicht: Dass der Holocaust eine Lüge und zudem eine Erfindung der Juden gewesen sei.

Transkript ARD-Fassung:
Dieser Holocaustvergleich wurde Ihnen von Brot für die Welt präsentiert, denn auch die unterstützen EAPPI. [Einschub: Dazu die Organisation: EAPPI propagiert keinen Vergleich der Besatzungssituation mit dem Holocaust. Soweit frühere Teilnehmer des Programms diesen Eindruck vermittelten, spiegele das nicht die Haltung von EAPPI wieder.] Der evangelische Riese Brot für die Welt leistete sich 2015 über 5,6 Millionen Euro für Projekte in Israel und den palästinensischen Gebieten. 2012 fusionierten sie mit dem EED und gründeten damit eine neue Organisation. Brot für die Welt, Evangelischer Entwicklungsdienst.

Zwischen 2013 und 2015 überwiesen sie über 800.000 Euro an B'Tselem, eine israelische NGO, die Israel Apartheid und Nazi-Methoden vorwirft. Ein hochrangiger Mitarbeiter sagte dem Journalisten Tuvia Tenenbom ins Gesicht: Dass der Holocaust eine Lüge und zudem eine Erfindung der Juden gewesen sei.

Transkript Bild-Fassung:
Dieser Holocaustvergleich wurde Ihnen von Brot für die Welt präsentiert, denn auch die unterstützen EAPPI. Der evangelische Riese Brot für die Welt leistete sich 2015 über 5,6 Millionen Euro für Projekte in Israel und den palästinensischen Gebieten. 2012 fusionieren sie mit dem EED und gründeten damit eine neue Organisation. Brot für die Welt, Evangelischer Entwicklungsdienst.

Zwischen 2013 und 2015 überwiesen sie über 800.000 Euro an B'Tselem, eine israelische NGO, die Israel Apartheid und Nazi-Methoden vorwirft. Ein hochrangiger Mitarbeiter sagte dem Journalisten Tuvia Tenenbom ins Gesicht: Dass der Holocaust eine Lüge und zudem eine Erfindung der Juden gewesen sei.


Antworten der Produzenten

Frage WDR

00:30:56

Zwischen 2013 und 2015 überweisen sie über 800.000 Euro an B'Tselem, eine israelische NGO, die Israel Apartheid und Nazi-Methoden vorwirft. Ein hochrangiger Mitarbeiter sagt dem Journalisten Tuvia Tenenbom ins Gesicht: Dass der Holocaus eine Lüge und zudem eine Erfindung der Juden gewesen sei.

Wir bitten um den Quellennachweis für die 800.000 Euro

Antwort

An dieser ist vor 2 Wochen der Text und das Logo im Bild geändert worden. Die Passage bezieht sich nun auf Brot für die Welt und die Fusion mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst (2012) und geht nach wie vor wie oben zitiert weiter.

Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst überweist 2013 – 2015

618.862 NIS (2015) + NIS 1,927,198 (2014) + NIS 810,425 (2013)

3.356.485 NIS = 846.109,55 €

an B'tselem.

Quelle:

http://www.ngo-monitor.org/funder/bread_for_the_world_eed/

Hinweis Verfasser: NLS: New Israeli Sheqel

Frage WDR

Wir bitten um Quellenangabe zu dem Vorwurf, dass B’Tselem Israel Apartheid und Nazi-Methoden vorwerfe, und die entsprechenden Unterlagen.

Antwort

NGO MONITOR auf ihrer Website zu B'tselem:

Apartheid:

Accuses Israel of “apartheid,” perpetrating “war crimes,” “beating and abus[ing]” Palestinians, “demolition of [Palestinian] houses as punishment,” and forced “deportations.”

Former CEO Jessica Montell has said: “I think the word apartheid is useful for mobilizing people because of its emotional power. In some cases, the situation in the West Bank is worse than apartheid in South Africa.”

Nazi-methods:

In April 2010, staff member and NGO activist Lizi Sagie resigned after the organization came under pressure for statements made on her personal blog, including: “The IDF Memorial Day is a pornographic circus of glorifying grief and silencing voices,” “Israel is committing Humanity’s worst atrocities…Israel is proving its devotion to Nazi values…Israel exploits the Holocaust to reap international benefits.”

Sehen Sie hier:

http://www.ngo-monitor.org/ngos/b_tselem/

Sehen Sie zudem diese Recherche zum Thema Arpartheids-Vorwurf des Weiteren:

http://www.btselem.org/press_releases/20040809

„The Forbidden Road Regime in the West Bank - An Apartheid Practice“

„By unlawfully discriminating against Palestinians based on their national origin, the Forbidden Roads Regime is reminiscent of the apartheid system that existed in South Africa. The regime violates fundamental principles of international law that are binding on the State of Israel.“

Apartheid- und Nazimethoden:

Alexander Feuerherdt:

„Auch die israelische NGO «B’Tselem» sollte äusserst kritisch gesehen werden. Sie verunglimpft Israel als «Apartheidstaat» und hat ihm in der Vergangenheit auch vorgeworfen, Nazimethoden anzuwenden. Unlängst geriet die Vereinigung in die Kritik, weil einer ihrer Aktivisten dem amerikanisch-israelischen Publizisten Tuvia Tenenbom vor laufender Kamera sagte, der Holocaust sei «eine Lüge» und «eine Erfindung der Juden». «B’Tselem» dementierte die Äusserung zunächst, dann erfolgte eine halbherzige Distanzierung und schliesslich die Ankündigung, sich von dem Mitarbeiter zu trennen.“ Des Weiteren:

http://www.ngo-monitor.org/reports/research-note-breaking-the-silence-ezra-nawi-and-taayush/

Ezra Nawi was featured in a January 8, 2015 expose on Israeli investigative news program (“Uvda”, Channel 2). Nawi and B’Tselem employee Nasser Nawaja discussed informing the Palestinian Authority security services about a Palestinian man who allegedly intended to sell land to Jews in the West Bank. The sale of Palestinian land to Israelis is punishable by death under Palestinian Authority law, and according to Nawi, suspects are tortured and then killed.

http://www.mena-watch.com/btselem-aktivist-lieferte-palaestinenser-der-folter-aus/

Frage WDR

Wurde B’Tselem damit konfrontiert? Wenn ja, bitten wir um Belege für die Anfrage, inklusive Kenntlichmachung, zu welchem Zeitpunkt und von wem die Stellungnahme eingefordert worden ist und wie B’Tselem sich dazu verhalten hat.

Antwort

B'tselem wurde mit diesen Vorwürfen nicht konfrontiert. Weil sie, siehe oben, ausführlich dokumentiert sind.

Frage WDR

Wir bitten um Quellenangabe für die angebliche Aussage des zitierten Mitarbeiters, der Holocaust sei eine Erfindung der Juden gewesen

Antwort

Es handelt sich um den Mitarbeiter Atef Abu Roub.

  • Das ist die Aussage in dem IV von Tuvia Tenenbom.

Ulrich W. Sahm:

„Mit der Glaubwürdigkeit kämpft auch die Menschenrechtsorganisation B‘tselem. Der bekannte Autor Tuvia Tenenbom hatte unter dem Deckmantel, deutscher Journalist zu sein, vom palästinensischen Mitarbeiter von B‘tselem, Atef Abu Roub, in einem gefilmten Interview erfahren, dass der Holocaust an 6 Millionen Juden „eine Lüge“ sei. B‘tselem dementierte, einen Holocaustleugner zu beschäftigen. Erst Wochen später wies B‘tselem auf seiner hebräischen Homepage die Behauptung von Abu Roub „mit Abscheu“ zurück. B‘tselem hatte 2009 die UNO mit vielen Angaben über Menschenrechtsverletzungen beliefert, die ungeprüft in den „Goldstone-Report“ aufgenommen worden sind. Zahlreiche Angaben erwiesen sich als falsch. Das war mit ein Grund, weshalb sich Richard Goldstone von seinem eigenen Report distanzierte.“

Frage WDR

Wir bitten um Informationen dazu, wie B’Tselem zu der angeblichen Aussage ihres Mitarbeiters steht, dass der Holocaust eine Lüge und zudem eine Erfindung der Juden gewesen sei.

Antwort

Nahostexperte und Autor Alex Feuerherdt: „B’Tselem dementierte die Äußerung zunächst, dann erfolgte eine halbherzige Distanzierung und schließlich die Ankündigung, sich von dem Mitarbeiter, der dies gesagt hatte, zu trennen.“

Dies ergeben auch unsere Recherchen.

Frage WDR

Ist Ihnen bekannt, dass der betreffende Mitarbeiter wegen dieser angebliche Aussage entlassen wurde?

Antwort

Die Entlassung wurde von B'tselem nach öffentlichem Druck angekündigt.

Das es zu diesem Skandal gekommen ist, wird im Film thematisiert und durch den Zeugen belegt.


Audiatur online

Audiatur online schreibt hierzu unter https://www.audiatur-online.ch/2017/06/22/der-wdr-faktencheck-zur-antisemitismus-doku-im-faktencheck/

Nazi-Vorwürfe gegen B’Tselem sind nicht bekannt. B’Tselem ist eine israelische Nichtregierungsorganisation, die sich für die Zweistaatenlösung einsetzt und fordert, dass die israelische Regierung den Ausbau der Siedlungen in den besetzten Gebieten beendet.

Von Nazi-Vorwürfen gegen B’Tselem ist im Film auch keine Rede – es heisst über die Organisation lediglich, sie sei „eine israelische NGO, die Israel Apartheid und Nazi-Methoden vorwirft“. Beides ist zutreffend.


Stellungnahme NGO-Monitor

Quelle:

Topic: Brot für die Welt Funding

Faktencheck Claim: Brot für die Welt (Bread for the World, BfW) provided a quote to WDR, stating, “For Bread for the World any promotion ends with the denial of Israel’s right to exist, calling for the boycott of goods from Israel, or promotion of antisemitism.”

Analysis:

  1. Contrary to its claims, BfW has funded a number of NGOs that lead BDS campaigns against Israel. According to submissions to the Israeli Registrar for Non-Profits, Coalition of Women for Peace (CWP) and Who Profits received NIS 565,930 from BfW in 2012-20161). As of June 21, there is no publically available information regarding 2017 funding.
    • CWP: On July 12, 2015, CWP reaffirmed its “support [for] the call for cultural and economic boycott, divestment and international sanctions to increase pressure on Israel from the international community.” CWP has initiated BDS campaigns against major Israeli banks and the pharmaceutical industry, Elbit and G4S security companies, Ahava cosmetics, and Agrexco produce.
    • Who Profits: Who Profits initiates international BDS campaigns, targeting Israeli and foreign banks, security companies, civil infrastructure facilities, and private companies. Who Profits further identifies companies for other BDS activists to target.
  2. In addition, BfW has itself promoted an antisemitic document relating to the conflict: In a brochure promoting “fair tourism in Israel and Palestine taking into account international law,” BfW dedicates an entire section (p. 10-13) to the Kairos Palestine document, described by the groups as “an appeal meant for Palestine internally, as well as world-wide, in order to draw attention to the situation of Christians in Palestine. The initiators ask for support for their vision of a society ‘based on love, trust and justice.’”

In fact, the Kairos Palestine document echoes supersessionist, or replacement theology, language, referring to the Torah without Christian revelation as a “ dead letter.” As noted by the Central Conference of American Rabbis, this delegitmizes “ the Jewish people’s continuing Covenant with God.”

The document further denies the Jewish historical connection to Israel in theological terms, calls to mobilize churches worldwide in the call for BDS, and characterizes terrorist acts of “armed resistance” as “Palestinian legal resistance.”


Stellungnahme Tuvia Tenenbom, eingeholt durch Stefan Frank / mena-watch

Quelle: mena-watch

Tuvia Tenenbom wurde vom WDR keine Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Diese wurde erst durch Mena Watch eingeholt. Seine Antwort:

„Sie sind so ein Haufen von Lügnern! Erstens, war er nicht bloß ein ‚Feldforscher’, sondern ihr Chefermittler – er hat u.a. auch Gideon Levy begleitet, wenn es um von Israelis verübte ‚Gräueltaten’ an Palästinensern ging. Zu seinen eigenen ‚Erkenntnissen’ gehörte, dass die IDF mitten in der Nacht kleine Kinder aus ihren Betten entführen würde und niemand wisse, was mit ihnen geschehe… Nachdem ‚Allein unter Juden‘ erschienen war, nannte mich B`Tselem fünf Wochen lang einen Lügner und gab ausländischen Medien Interviews, in denen behauptet wurde, ich hätte das alles erfunden. Als das israelische Fernsehen einen Ausschnitt aus unserem Film zeigte, bezichtigte B`Tselem das israelische Fernsehen, den Clip ‚manipuliert’ zu haben. Erst nachdem ich das Rohmaterial des Treffens mit dem Ermittler auf Facebook gestellt hatte, hatten sie keine andere Wahl, als den Mann zu feuern. Gleichzeitig weigerten sie sich, seine Berichte und Behauptungen zurückzuziehen.“


ToDo

1)
Who Profits originated as a project of CWP “in response to the Palestinian Call for boycott, divestment, and sanction (BDS) on Israel”; it is now an independent daughter organization entirely dedicated to BDS efforts.
brot_fdw_btselem.txt.txt · Zuletzt geändert: 2017/08/22 16:44 von engineer